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Forschungsfeldmoderator
Dr. Gerhard Fuchs

E-Mail: gerhard fuchsXhx6∂soz uni-stuttgart de

Das Forschungsfeld "Innovationsprozesse und die Transformation des Energiesystems"

Agentenmodell

Das Energiesystem in Deutschland wird traditionellerweise von einer kleinen Zahl, eng miteinander verflochtener Akteure dominiert. Es ist ein gutes Beispiel für ein „Großes technisches System“, das durch ein erhebliches Maß an institutioneller Trägheit und pfadabhängiger Entwicklung geprägt ist. Um das System an neue Anforderungen anzupassen, die etwa von der Politik oder der Öffentlichkeit formuliert werden, muss es Anpassungsfähigkeit zeigen. Je verfestigter und komplexer die bestehenden organisatorischen und institutionellen Strukturen sind, desto schwieriger ist es aber, eine grundlegende Transformation zu erreichen. Das gilt in besonderem Maße für Felder, die durch eng gewobene Netzwerke und kapitalintensive technische Strukturen gekennzeichnet sind – wie eben dem Energiesystem.

 

Die wachsende Bedeutung von erneuerbaren Energien etwa stellt eine potentielle Bedrohung für das etablierte System dar, die durch die ausgerufene Energiewende zugespitzt werden könnte. Mit der Entwicklung erneuerbarer Energien verbindet sich die Vorstellung einer stärker dezentralisiert organsierten Form der Stromgewinnung und –verteilung. Das könnte einer Vielzahl bislang im Energiesystem keine Rolle spielender Akteure neue Handlungsmöglichkeiten eröffnen.

 

Die Projekte im Forschungsfeld "Innovationsprozesse und die Transformation des Energiesystems" analysieren die Transformations- und Innovationsprozesse im Energiesystem und wenden zur Analyse neuere Ansätze aus der Soziologie und der Innovationsforschung an.  Insgesamt sind dem Forschungsfeld vier Projekte zugeordnet:

 

Adaptive Kapazitäten, Pfadkreation und Sektoraler Wandel

 

Analyse der Dynamik von Erwartungen beim Entwurf und der Entwicklung von Energietechniken

 

Akteurskoordination im Transformationsprozess

 

Energieinfrastruktur und technischer Wandel