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Forschungsfeldmoderatorin
Dr. Birgit Mack

E-Mail: Birgit MackXmv2∂sowi uni-stuttgart de

Das Forschungsfeld "Nutzerverhalten und Nachfragesteuerung"

Mehr als 50 Prozent des Energieverbrauchs in Deutschland gehen auf die privaten Haushalte und die Industrie zurück. Deshalb liegt der Fokus des Forschungsfelds „Nutzerverhalten und Nachfragesteuerung“ auf energierelevanten Entscheidungen und energierelevantem Handeln in diesen beiden Domänen. Eine Erhöhung des Anteils der erneuerbaren Energie sowie eine Steigerung der Energieeffizienz sind zentrale Säulen des zukünftigen Energiesystems. Die Energieinfrastruktur wird sich stark verändern, Smart Grids werden eine gegenseitige Anpassung (Finetuning ) von Angebot und Nachfrage ermöglichen, durch Smart Meter wird eine Kommunikationsschnittstelle zwischen Netzen, Energieversorgern und Verbrauchern entstehen, E-Autos können die Funktion von Energiezwischenspeicher übernehmen.

Haushalte und Industrie werden eine wichtige Rolle bei der Veränderung des Energiesystems spielen. Bisher gibt es jedoch noch eine Reihe von ungeklärten Forschungsfragen zur Veränderungsbereitschaft und zum Veränderungspotential der Nutzer. Sind die Haushalte fähig  und auch motiviert,  Energie in ihrem Haushalt effizienter zu nutzen und ihre energieverbrauchenden Alltagsroutinen zu verändern, um ihre Energienachfrage auf das Energieangebot, das vermehrt durch erneuerbare Energie geschafften werden soll, flexibel anzupassen? Wie können die Haushalte dazu angehalten werden, sich an der Gestaltung des zukünftigen Energiesystems aktiv zu beteiligen, welche Hemmnisse stehen diesen Veränderungen entgegen, welche Zielgruppen sind dafür gut ansprechbar? Auch im industriellen und gewerblichen Sektor ist zu klären, welche Energieeffizienz- und Verlagerungspotentiale in verschiedenen Bereichen bestehen und welche Hemmnisse der Ausschöpfung dieser Potentiale bisher und in Zukunft entgegenstehen.Foto: ZEW

Im Forschungsfeld "Nutzerverhalten und Nachfragesteuerung“ sollen Einflussfaktoren, Hemmnisse und wirksame Interventionen in drei Projekten untersucht werden:

Projekt "Determinanten energierelevanter Entscheidungen und energierelevanten Verhaltens in Haushalten";

Projekt "Determinanten energierelevanter Entscheidungen und energierelevanten Verhaltens im industriellen und gewerblichen Sektor";

Projekt "Effektivität und Effizienz von Interventionen".