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Gastprofessuren

Um die internationale Sichtbarkeit und Vernetzung von ENERGY-TRANS zu erhöhen, werden international renommierte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler an den Partnereinrichtungen Gastprofessuren übernehmen. Diese Gastprofessuren werden zeitlich beschränkt eingerichtet und die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler werden sowohl in der Forschung als auch in der Lehre tätig sein.

 

Gemeinsame Gastprofessorin des Forschungsfeldes "Technisch-Soziale Entwicklung"

Frau Dr. Vanessa Schweizer ist Assistenzprofessorin am Department of Knowledge Integration und Mitglied des Interdisciplinary Centre on Climate Change an der Universität Waterloo, Kanada. Weiterhin ist sie Seniorforscherin am Waterloo Institute for Complexity and Innovationen sowie Wissenschaftlerin an der Basilie School of International Affairs. Ihr Forschungsschwerpunkt liegt im Bereich der Analyse von Entscheidungen unter Unsicherheit, insbesondere Szenarioanalyse.

Eingebettet in die Forschungsaktivitäten des Forschungsfeldes "Technisch-Soziale Entwicklung" und in Kooperationen mit Kolleg/innen aus den Partnerinstitutionen KIT-ITAS, U Stuttgart-ZIRIUS, FZ Jülich-IEK-STE und DLR Stuttgart-ITT-STB werden während ihres Aufenthaltes in Deutschland im Sommer 2016 Methoden für sozio-technische Szenarien für Energiesysteme unter Beachtung der Erfahrungen aus der internationalen Klimaforschung weiterentwickelt. Geplant sind Workshops, organisiert von Frau Schweizer, am ITAS und am ZIRIUS zu Modellierungsansätzen im Zusammenhang mit der Cross-Impact-Balancemethode. Schwerpunkte der Workshops werden Fragen nach den Einsatzmöglichkeiten der Multi-Ebenen CIB und der Verknüpfung der sozio-technischen Szenarien mit Bewertungssystemen sein. Frau Schweizer wird während ihres Aufenthaltes alle genannten Partnerinstitutionen besuchen. Die Ergebnisse der Diskussionen in den Instituten und in den Workshops sollen in mehrere Publikationen münden.

Frau Schweizer war Contributing Author beim Fifth Assessment Report of the Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC). Sie promovierte an der Carnegie Mellon Universität, USA, im Fach Ingenieurwissenschaften und Public Policy.

 

Freie Universität Berlin, Forschungszentrum für Umweltpolitik (FFU)

Catherine Mitchell ist Professorin für Energiepolitik an der Universität Exeter. Zuvor war sie an den Universitäten Warwick, Berkeley und Sussex beschäftigt. An letzterer promovierte sie im Bereich Technologie- und Innovationspolitik.

Im Rahmen des Established Career Fellowship des britischen Forschungsrates EPSRC arbeitet Catherine zu der Verknüpfung von Innovation und Governance, welches die Grundlage ihrer Gasttätigkeit im ENERGY-TRANS-Projekt des FFU darstellt.

Sie war leitende Autorin des Fünften Sachstandsberichts des IPCC, eine koordinierende Leitautorin des IPCC-Sonderberichts zu Erneuerbaren Energiequellen und Minderung des Klimawandels (Special Report on Renewable Energy and Climate Change Mitigation, 2011) und leitende Analystin des globalen Energieberichts (Global Energy Assessment, 2012) des Internationalen Instituts für angewandte Systemanalyse (IIASA).

Catherine ist Vorsitzende des Regulatory Assistance Project, Vorstandsmitglied des „Centre for Sustainable Energy“ und der „Energy and Climate Intelligence Unit“ sowie Mitglied des IPPRs Policy Advisory Committee. Sie wirkte bereits in mehreren beratenden Gremien für die britische Regierung mit, wie beispielsweise dem Energy Advisory Panel (1998-2003). Beratend tätig war sie außerdem im Balancing and Settlement Code Panel (2008-2010), dem Academic Advisory Panel to DECC for Electricity Market Reform (2010), und dem DECC’s Distributed Generation Advisory Panel (2012) in Großbritannien. Von 2009 bis 2010 war sie Vorsitzende des „British Institute of Energy Economics“ und beriet zudem zahlreiche nationale und internationale Organisationen und Institutionen zu verschiedenen Aspekten der Energiewende.

Dr. Guri Bang war von April bis Oktober 2014 Gastwissenschaftlerin am Forschungszentrum für Umweltpolitik (FFU) der Freien Universität Berlin. Sie hat mit wissenschaftlichen Mitarbeitern des FFU im Rahmen von Forschungsfragen und gemeinsamen Publikationen zusammengearbeitet, die die deutsche Energiewende aus der Nordischen Perspektive analysieren, mit dem Fokus auf Konflikte und Potentiale einer länderübergreifenden Kooperation zwischen Norwegen und Deutschland. Während ihres Besuchs hat sich Frau Bang an der Lehre am FFU beteiligen und Kurse über vergleichende Forschungsmethoden und die EU Klimapolitik gegeben. Sie hat überdies bei der Konferenz „Mehrebenen-Governance der deutschen Energiewende“ im November 2014 mitgewirket.
Guri Bang ist Forschungsleiterin am Zentrum für Internationale Klima- und Umweltpolitik, Oslo (CICERO). Ihre Forschungsschwerpunkte sind die europäische und U.S.-amerikanische Energie- und Klimapolitik, die politischen Treiber und Hindernisse der Transformation hin zu low-carbon Gesellschaften, die internationalen Klimaverhandlungen sowie vergleichende Energiepolitiken. Sie hat über viele Jahre zu vergleichenden Studien von energie- und klimapolitischen Veränderungen beigetragen und leitet derzeit am Norwegischen Zentrum für strategische Herausforderungen internationaler Klimapolitik (CICEP) Forschungsarbeiten zu treibenden Kräften und langfristigen Politikpfaden für die innenpolitische Entwicklung von sieben Schlüsselstaaten der internationalen Klimaverhandlungen: die Vereinigten Staaten, die Europäische Union, China, Indien, Brasilien, Japan und Russland. Des Weiteren leitet sie ein Projekt zur Analyse der Entwicklung einer low carbon Energiepolitik in Indien, das vom norwegischen Forschungsrat gefördert wird. Bang besitzt einen M.A. Abschluss und einen Doktortitel in Politikwissenschaft der Universität Oslo.
Zu ihren jüngsten Arbeiten zählen: „Look to Sweden: The Making of a New Renewable Energy Support Scheme in Norway” in  Scandinavian Political Studies, „Explaining Growing Climate Policy Differences between the European Union and the United States” in Global Environmental Politics,  „Why the United States Did Not Become a Party to the Kyoto Protocol: German, Norwegian, and U.S. Perspectives” in European Journal of International Relations, „Signed, but not ratified: Limits to U.S. participation in international environmental agreements” in Review of Policy Research, und „Energy security and climate change concerns: Triggers for energy policy change in the United States?” in Energy Policy.

 

Universität Stuttgart, Abteilung für Organisations- und Innovationssoziologie des Instituts für Sozialwissenschaften

Frank Geels  ist Professor für Systeminnovation und Nachhaltigkeit am Institut für Nachhaltigen Konsum der Universität Manchester. Geels ist u.a. Vorsitzender des internationalen „Sustainability Transition Research Networks. Er gilt als einer der weltweit führenden Experten für soziotechnische Transformationen und radikale Innovationen. Geels hat sechs Bücher veröffentlicht und mehr als 40 Artikel in Zeitschriften mit peer review geschrieben. Er ist besonders bekannt für seine konzeptionellen und empirischen Arbeiten zur so genannten „Multi-Level Perspective“ (MLP) und dem strategischen Nischenmanagement (SNM). Er gewann zweimal eine Auszeichnung für seine Veröffentlichungen von der IAMOT (International Association for the Management of Technology), und wurde von Thomson Reuter in deren Liste der 20 am häufigsten zitierten Wissenschaftler aufgenommen.

Von Oktober 2013 bis September 2014 war Professor Geels Gastprofessor der Helmholtz Allianz ENERGY-TRANS. Während dieser Zeit arbeitete er an der Abteilung für Organisations- und Innovationssoziologie des Instituts für Sozialwissenschaften der Universität Stuttgart. Während seiner Zeit in Stuttgart hat er eine Reihe von öffentlichen Vorträgen und Seminare für Helmholtz-Forscher, Studierende und interessierte Universitätsangehörige abgehalten. Mit seinen Kollegen in Stuttgart arbeitet er an einem Vergleich der Erfahrungen mit der Veränderung des Energiesystems in Deutschland und Großbritannien.

 

Universität Stuttgart, Zentrum für interdisziplinäre Risiko- und Innovationsforschung (ZIRIUS)

Ilan Chabay ist seit November 2012 Mitglied der Helmholtz-Allianz ENERGY-TRANS. Zusammen mit Professor Ortwin Renn ist er als Professor am Zentrum für interdisziplinäre Risiko- und Innovationsforschung der Universität Stuttgart (ZIRIUS) tätig. ZIRIUS entwickelt Methoden und Erkenntnisse zur Förderung sozialer Neuerungen, die Voraussetzung für eine erfolgreiche Energiewende in Deutschland sind.

Das Aufgabengebiet von Prof. Chabay in der Helmholtz-Allianz besteht vor allem in der Aufbereitung der zum Teil komplexen Erkenntnisse in politikrelevante und öffentlichkeitswirksame Formate. Prof. Chabay hat an der Struktur des ersten Policy Briefs über Partizipationsverfahren mitgewirkt, eine Ausstellung gemeinsam mit der Baden-Württemberg-Stiftung zum Thema Energiewende konzipiert, ein Computerspiel zum Thema „smart grid“ entworfen und die Wissenschaftler der Helmholtz Allianz bei der Verbreitung der Ergebnisse unterstützt.

Ilan Chabays Hauptforschungsstätte ist das Institute for Advanced Sustainability Studies in Potsdam, wo er seit Februar 2012 als Senior Fellow beschäftigt ist. Gegenwärtig arbeitet er am IASS unter anderem an transdisziplinären Forschungsprojekten zu den Einflussfaktoren und Auswirkungen von ökologischen, sozialen und wirtschaftlichen Veränderungen im Nordpolargebiet und dem Zusammenspiel zwischen Boden als Rohstoff, städtischen/ländlichen Stoff- und Energieströmen sowie nachhaltiger Entwicklung.
Er ist Vorsitzender einer internationalen IHDP-Forschungsallianz, die sich mit Wissen, Lernen und sozialem Wandel (Knowledge, Learning, and Societal Change; KLSC) befasst und auf 10 Jahre ausgelegt ist (2012-2022). Im Rahmen eines der KLSC-Projekte entwickelt er Projekte, die – unter Berücksichtigung von Modellierungen und Narrativen als analytische und affektive Bestandteile der Entscheidungsfindung in komplexen Systemfragen – zum Verständnis und Katalysieren kollektiver Verhaltensänderung beitragen sollen. Darüber hinaus ist er Mitglied des Kernteams eines großen internationalen Konsortiums, das sich mit der Entwicklung und Einführung von Wissenssystemen für die nachhaltige Steuerung von Nahrungsmittelsystemen beschäftigt.
2012 wurde er zum Ehrenmitglied der Schweizerischen Akademie der Geistes- und Sozialwissenschaften ernannt. Von 2006 bis 2011 bekleidete er die Erna & Victor Hasselblad-Professur im Bereich Public Learning and Understanding of Science for Sustainability der Technischen Hochschule Chalmers und der Universität Göteburg, Schweden, an den Instituten für Soziologie, Chemie und angewandte IT.
Zuvor forschte er an den US National Institutes of Standards and Technology zum Thema Laserspektroskopie, war stellvertretender Direktor des Exploratorium Science Center in San Francisco und als sogenannter „Consulting Professor“ Mitglied des Instituts für Chemie der Universität Stanford. Er gründete und leitete 18 Jahre lang den New Curiosity Shop® im Silicon Valley, der für über 230 Museen weltweit naturwissenschaftliche Mitmach-Ausstellungen konzipierte und realisierte. Darunter waren unter anderem Disneys EPCOT Center, das Science Museum in London, die Smithsonian Institution in Washington, DC und das Mirador-Museum in Santiago de Chile.
Ilan Chabay promovierte 1972 an der Universität von Chicago in Chemischer Physik, nachdem er im Jahr 1966 an der Clark University seinen Bachelor in Chemie abgelegt hatte. Weitere Studien-Schwerpunkte waren Geschichte und Mathematik.

 

Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung - UFZ

Jos Sijm war von Oktober 2012 bis September 2013 Gastprofessor am Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung. Er promovierte im Bereich Entwicklungsökonomik am Tinbergen Institute (Erasmus University Rotterdam, Niederlande). Anschließend arbeitete er als wissenschaftlicher Mitarbeiter im Department of Environmental Science der University of Amsterdam sowie im Department of Economic Policy der Erasmus University Rotterdam. Seit 1999 ist er als Senior Energy and Environmental Economist in der Abteilung Policy Studies des Energy Research Centre for the Netherlands (ECN) tätig und verfügt über mittlerweile mehr als 13 Jahre Erfahrung in der Analyse von EU-Klimapolitik und Energiemärkten. Jos Sijm arbeitete mit dem UFZ zusammen vor allem zu Fragen der Bewertung der EU Klima- und Energiepolitik, insbesondere den Interaktionen zwischen dem EU Emissionshandels und anderen klima- und energiepolitischen Instrumenten sowie der EU-Harmonisierung von Instrumenten zur Förderung erneuerbarer Energien.

Patrik Söderholm ist Professor für Volkswirtschaftslehre an der Technischen Universität Luleå in Schweden. Sweden. Er forscht zu Umwelt-, Energie- und Ressourcenökonomik, insbesondere zu Fragen des technischen Wandels der Energiemärkte und klima- und energiepolitischer Instrumente. In den letzten Jahren widmet er sich vor allem Fragen der Innovationsökonomik und -politik im Bereich erneuerbarer Energien.

Patrik Söderholm erarbeitet regelmäßig Gutachten für die schwedische Energieagentur, die schwedische Umweltschutzbehörde sowie die schwedischen Finanz-, Wirtschafts- und Energieministerien. Er hat hat zahlreiche wissenschaftliche Beiträge in führende Fachzeitschriften veröffentlicht, unter anderem in Energy Economics, Environmental & Resource Economics, Ecological Economics, Climate Policy, Energy Policy, International Review of Environmental and Resource Economics, Journal of Forest Economics, Energy Efficiency, International Journal of Production Economics, Environmental Economics and Policy Studies und World Development. Er ist Herausgeber der Zeitschrift Mineral Economics (Springer).

Vor seiner Tätigkeit an der TU Luleå war Söderholm wissenschaftlicher Mitarbeiter am Massachusetts Institute of Technology (MIT) sowie dem International Institute for Applied Systems Analysis (IIASA). Von August 2014 bis Juli 2015 war er Gastprofessor im Department Ökonomie am Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung - UFZ.

Yannick Perez ist von September 2015 bis August 2016 Gastprofessor am UFZ. Gemeinsam mit UFZ-Kollegen erforscht er, wie politische und institutionelle Rahmen für die deutsche und europäische Energiepolitik kosteneffizient gestaltet werden können. Besondere Bedeutung hat dabei die Analyse von Transaktionskosten und institutioneller Flexibilität im Zeitablauf. Die Forschungsarbeit fokussiert insbesondere auf Fragen der Regulierung von erneuerbaren Energietechnologien, Strommärkten und Stromnetzen.

Yannick Perez, geboren 1971, promovierte in Volkswirtschaftslehre an der Universität La Sorbonne in Paris. Anschließend war er Juniorprofessor an der Universität Cergy (2000-2003). Seit 2003 ist er ordentlicher Professor für Volkswirtschaftslehre an der Universität Paris-Sud. 2008 wurde er zudem zum Chefberater des Loyola de Palacios Lehrstuhls für Europäische Energiepolitik am European University Institute in Florenz. Seit 2011 ist er ebenfalls Professor für Volkswirtschaftslehre an der CentraleSupélec. 2012 wurde er Senior Research Fellow am Armand Peugeot Lehrstuhl für Elektromobilität.

Sein Forschungsinteresse gilt der Organisation von Märkten. Er untersucht Ursachen für das Versagen von Märkten  und erforscht alternative Organisationsformen hinsichtlich ihrer Effizienz, Fairness, Anreize und Komplexität. Seine Forschung ist beeinflusst durch Ansätze der Industrieökonomik sowie der Mikroökonomik. Er verwendet theoretische, empirische und experimentelle Methoden.

In den letzten 15 Jahren hat Yannick Perez mehr als 50 Beiträge für Zeitschriften und Bücher zu Energiethemen verfasst, unter anderem für Energy Policy, Ecological Economics und Renewable and Sustainable Energy Reviews.

 

Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg

Paul C. Stern war 2012 Gastprofessor in der Abteilung für Psychologie der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg. Er war in den Weiterentwicklungsprozess von Projekten innerhalb des Forschungsfeldes Nutzerverhalten und Nachfragesteuerung involviert und arbeitete außerdem an der Konzeption von Doktorandenprojekten mit. Vom 20. bis 23.11.2012 war Paul C. Stern an einem internationalen, dreitägigen Intensivworkshop beteiligt und nahm an einem interdisziplinären Forschungsseminar der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg teil. Außerdem war er an der Supervision von Doktorarbeitsprojekten und Erstpublikationen beteiligt. Im November 2015 wirkte Paul C. Stern an einem internationalen Workshop zu den Themen Photovoltaik-Nutzung in privaten Haushalten sowie Verbreitung von Elektroautos in privaten Haushalten an der Otto-von-Guericke Universität Magdeburg mit.

Paul C. Stern ist als Wissenschaftler in einer Leitungsfunktion an der National Academies of Sciences, Engineering, and Medicine (USA) und dort Vorsitzender des ständigen Komitees zu menschlichen Dimensionen globaler Veränderungen. Sein Forschungsinteresse gilt Determinanten einflussreichen Umweltverhaltens – insbesondere auf individuellem Niveau –, Partizipationsprozessen zur Beeinflussung umweltbezogener Entscheidungsfindungen, Prozessen zur Beeinflussung umweltthematischer Entscheidungen und der Steuerung von Umweltressourcen und –risiken. Paul C. Stern leistet seit vielen Jahren seinen Beitrag zur verhaltenswissenschaftlichen Forschung im Bereich der Energienutzung und war kürzlich in einer Arbeitsgruppe der American Psychological Association (APA) zum Thema Schnittstelle zwischen Psychologie und globalem Klimawandel aktiv. Er hat seinen Bachelor der Psychologie am Amherst College (Amherst, Massachusetts) und seinen Master sowie den Doktorgrad in Psychologie an der Clark University (Worcester, Massachusetts) erlangt.

Paul C. Stern ist Co-Autor des Lehrbuchs Environmental Problems and Human Behaviour (Pearson, Erstauflage 1996) und Co-Herausgeber zahlreicher Publikationen des National Research Councils, u.a. Energy Use: The Human Dimension (1984), Global Environmental Change: Understanding the Human Dimensions (1992), Understanding Risk (1996), Environmentally Significant Consumption: Research Directions (1997), The Drama of the Commons (2002), Decision Making for the Environment: Social and Behavioral Science Priorities (2005) und Public Participation in Environmental Assessment and Decision Making (2008). Paul C. Stern ist Co-Autor des Artikels The Struggle to Govern the Commons, der 2003 in der Science veröffentlicht wurde und 2005 den Sustainability Science Award der amerikanischen Umweltschutzorganisation Ecological Society of America gewann. Paul C. Stern ist Mitglied der American Association for the Advancement of Science (AAAS) und der American Psychological Association (APA).

Christian A. Klöckner ist seit 2013 Helmholtz Gastprofessor in der Abteilung für Psychologie an der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg. In diesem Rahmen unterstützt er Doktorandinnen und Doktoranden bei der Konzeption und Durchführung ihrer Forschungsvorhaben. Darüber hinaus trägt er zur Weiterentwicklung von Forschungsprojekten bei und berät in inhaltlichen und insbesondere auch methodischen Fragestellungen.

Christian A. Klöckner ist seit 2010 Professor für Sozialpsychologie und seit 2012 zusätzlich Professor für quantitative Methoden an der Universität Trondheim (NTNU Trondheim). Am Institut für Psychologie der NTNU Trondheim ist er seit 2011 Forschungsleiter und arbeitet u.a. in der Forschungsgruppe Consumption, Environment and Traffic mit. Seine Fachgebiete sind die Modellierung von umweltrelevantem Verhalten, theoriebasierte Interventionen in umweltrelevanten Bereichen, nachhaltiges Konsumverhalten und die Psychologie des Klimawandels. Eines seiner derzeitigen Forschungsprojekte beschäftigt sich z.B. mit dem Thema umweltfreundlicher Verkehrsmittelwahl. Christian A. Klöckner absolvierte sein Diplomstudium in Psychologie mit dem Schwerpunkt Umweltpsychologie und seine anschließende Promotion an der Ruhr-Universität Bochum.

Christian A. Klöckner ist Autor des Buches The Psychology of Pro-Environmental Communication – Beyond Standard Information Strategies (Palgrave Macmillan, 2015). Er ist Autor bzw. Co-Autor zahlreicher weiterer Beiträge in einschlägigen Büchern und Journals, z.B. Travel Mode Choice of Women: The Result of Limitation, Ecological Norm, or Weak Habit? (Environment and Behavior, 2002), How habits interfere with norm-directed behaviour: A normative decision-making model for travel mode choice (Journal of Environmental Psychology, 2004), Yesterday’s habits preventing change for tomorrow? About the influence of automaticity on environmental behaviour (Beitrag im Lehrbuch Environmental Psychology – An Introduction, Wiley-Blackwell, 2012) und Car-fixation, Socialization, and Opportunities for Change (Beitrag im Handbook on Transport and Development, Edward Elgar, 2015). Des Weiteren entwickelte Christian A. Klöckner im Beitrag A comprehensive action determination model: Toward a broader understanding of ecological behaviour using the example of travel mode choice (Journal of Environmental Psychology, 2013) ein Handlungsmodell für umweltrelevantes Verhalten (CADM - Comprehensive Action Determination Model). Für seinen Buchbeitrag Towards a Psychology of Climate Change in The Economic, Social and Political Elements of Climate Change (Springer, 2011) gewann Christian A. Klöckner bei der Konferenz Climate2009/Klima2009 den Best Paper Award.

 

Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW)

Professor Michael Waterson, PhD, war im September 2012 sowie im Mai 2014 Gastprofessor in der ZEW-Forschungsgruppe "Wettbewerb und Regulierung" im Rahmen der Helmholtz-Allianz ENERGY-TRANS. In den Jahren 2013 und 2014 arbeitete er gemeinsam mit ZEW-Forschern und Luigi Grossi, Professor für Statistik an der Universität Verona, zu den Auswirkungen der plötzlichen und ungeplanten Abschaltung von 6 GW Atomstrom auf den deutschen Strommarkt und die europäischen Nachbarländern. Aus dieser Zusammenarbeit entstand das ZEW Discussion Paper„A Vision of the European Energy  Future? – The Impact of the German Response to the Fukushima Earthquake“.
Michael Waterson ist Professor an der University of Warwick, Vereinigtes Königreich. Er war Herausgeber des Journal of Industrial Economics, Präsident der European Association for Research in Industrial Economics (EARIE) sowie Fachberater in einem Sonderausschuss des britischen House of Lords. Zusätzlich war er Beiratsmitglied verschiedener Fachzeitschriften wie dem International Journal of Industrial Organisation und Beiratsmitglied der General-Direktion für Gas- und Elektrizitätsmärkte des Vereinigten Königreichs. Gegenwärtig ist er Mitglied der britischen Wettbewerbskommission. Seine aktuellen Forschungsschwerpunkte in der Industrieökonomik sind die Wettbewerbsentwicklung in der Energieversorgung sowie die Modellierung von vertikalen Verknüpfungen und Markteintritten in verschiedenen Industriezweigen. Michael Waterson hat 6 Bücher veröffentlicht und in den  bedeutendsten ökonomischen Zeitschriften wie American Economic Review, Quarterly Journal of Economics, RAND Journal of Economics und European Economic Review publiziert.

Professor Shunsuke Managi, PhD hat als Gastprofessor in 2014 mit dem Forschungsbereich “Umwelt- und Ressourcenökonomik, Umweltmanagement” des ZEW kooperiert. Shunsuke Managi ist außerordentlicher Professor für Ressourcen- und Umweltökonomik an der Tohoku Universität in Japan. Seine Forschung konzentriert sich auf diverse Aspekte der Ressourcen- und Umweltökonomik, sowie Ressourcen- und Umweltpolitik. Unter anderem untersucht er Entscheidungen über Politikinstrumente, Wettbewerbseffekte von Umweltregulierung und die Diffusion von Energie- und Umwelttechnologien.
Er ist Herausgeber der wissenschaftlichen Zeitschrift Environmental Economic and Policy Studies, sowie Mitglied der Editorial Boards von sechs weiteren wissenschaftlichen Zeitschriften. Dabei ist er unter anderem als Mitherausgeber der wissenschaftlichen Zeitschrift Resource and Energy Economics und als Hauptautor des Intergovermental Panel on Climate Change tätig. Außerdem ist er Autor zahlreicher Monographien, u.a. Technology, Natural Resources and Economic Growth: Improving the Environment for a Greener Future, veröffentlicht durch Edwad Elgar Publishing Ltd. Darüber hinaus ist Shunsuke Managi Autor von 12 Büchern und mehr als 100 akademischen Fachzeitschriftenartikeln. Er hat unter anderem in wissenschaftlichen Zeitschriften, wie dem Journal of Environmental Economics and Management, Journal of Economic Dynamics and Control, Land Economics und Environmental and Resource Economics veröffentlicht. Außerdem hat er allgemeine Kolumnen für Zeitungen wie den Guardian geschrieben und Studien in allgemeinwissenschaftlichen Zeitschriften wie „Science“ veröffentlicht. IDEAS/RePEc listet Shunsuke Managi unter den Top 40 jungen Ökonomen weltweit und als einen der Topökonomen in Asien generell, Platz 37 im August 2012.
Shunsuke Managi hat gemeinsam mit Forschern des ZEW an Forschungsfragen zum Thema der industriellen Energienutzung gearbeitet. Die Ergebnisse dieser Arbeit tragen zu dem Projekt „Determinanten energierelevanter Entscheidungen und energierelevanten Verhaltens im industriellen und gewerblichen Sektor” aus dem Forschungsfeld „Nutzerverhalten und Nachfragesteuerung“ bei.