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Forschungsfelder

Die 17 Projekte der Allianz sind 5 Forschungsfeldern zugeordnet. Die Forschungsfelder zeigen die inhaltliche Breite aber auch die starken Interdependenzen zwischen den Forschungsarbeiten der Helmholtz-Allianz ENERGY-TRANS auf.

Im Forschungsfeld „Technisch-Soziale Entwicklungen“ werden für die Energiewende wichtige technische Optionen hinsichtlich ihrer potentiellen Wirkungen untersucht. Dabei wird auch deren Einbettung in sozio-ökonomische Rahmenbedingungen und in den europäischen Kontext explizit adressiert. Die Energiewende erfordert innovatives Handeln, nutzt neue Technologien und ermöglicht neue Geschäftsmodelle. Das Forschungsfeld „Innovationsprozesse und die Transformation des Energiesystems“ stellt den Innovationsprozess selbst in den Mittelpunkt des Interesses, wobei auf verschiedene Problemstellungen und Konzepte aus der Innovationsforschung Bezug genommen wird. Begreift man das Energiesystem als komplexes sozio-technisches System, so wird deutlich, dass mit den im Forschungsfeld „Technisch-Soziale Entwicklungen“ angesprochenen neuen Technologien, aber auch mit den im Forschungsfeld „Innovationsprozesse und die Transformation des Energiesystems“ thematisierten neuen Organisationsformen und Akteurskonstellationen zahlreiche Wechselwirkungen und Effekte einhergehen können, die nicht beabsichtigt, kaum vorhersehbar und auch nicht erwünscht sind. Darunter sind beispielsweise systemische Risiken, die die Funktionsfähigkeit des Gesamtsystems oder seiner Teilsysteme betreffen können. Hier liegt der Forschungsschwerpunkt des Forschungsfelds „Risiko und Regulierungen“.

 

Die Nutzer des Energiesystems, die Bürgerinnen und Bürger, spielen in den Forschungsfeldern „Nutzerverhalten und Nachfragesteuerung“ und „Planung und Partizipation“ eine zentrale Rolle. Das Forschungsfeld „Nutzerverhalten und Nachfragesteuerung“ untersucht das Nachfrageverhalten von privaten und gewerblichen Nutzern. Im Kontext der Energiewende kommt dem Nutzerverhalten große Bedeutung zu, weil auf der Nutzerseite Lastverschiebungs- und Energieeffizienzpotenziale realisiert werden sollen, um die Stabilität des Gesamtsystems zu stützen und den Bedarf an neuen Übertragungsnetzen zu verringern. Weiter sind die Bürger im Kontext der Energiewende durch den Ausbau von Infrastrukturen wie Hochspannungsleitungen, Windkraftanlagen oder Speichern betroffen. Viele Experten sehen hier Konfliktpotentiale und rechnen mit Protesten. Neue Verfahren und innovative Ansätze sind erforderlich, diesen Konflikten vorzubeugen oder zu deren konstruktiver Lösung beizutragen. Diesen Fragen wird im Forschungsfeld „Planung und Partizipation“ nachgegangen.

 

Die Forschungsfelder bieten den inhaltlichen und organisatorischen Rahmen für Projekte mit enger verwandten Forschungsgegenständen. Eine interdisziplinäre und gleichzeitig integrative Forschung zur Energiewende verlangt aber auch nach einer engen Vernetzung zwischen den Forschungsfeldern. Diese Vernetzung wird in der Allianz über die Querschnittsthemen und die integrativen Schlüsselthemen gestärkt. Zudem sind viele Personen bzw. Institutionen in verschiedene Forschungsfelder eingebunden, was die Vernetzung weiter fördert.