Effektivität und Effizienz von Interventionen

  • Ansprechpartner:

    Dr. Birgit Mack, Projektleiterin

  • Projektgruppe:

    Dr. Birgit Mack, Prof. Ellen Matthies, Malte Nachreiner, Dr. Klaus Rennings, Karolin Tampe-Mai, Dr. Daniel Römer, Christiane Reif, Julia Steinhorst, Hannah Wallis

  • Partner:

    ZIRIUS, Zentrum für Interdisziplinäre Risiko- und Innovationsforschung an der Universität Stuttgart

    Institut für Psychologie, Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg

    Umwelt- und Ressourcenökonomik, Umweltmanagement, ZEW

Smart Grid, Foto: KITWie können Haushalte motiviert und unterstützt werden, ihre Stromnutzung flexibel an das Stromangebot erneuerbarer Energien anzupassen, Energie im Haushalt effizient zu nutzen und bei ihren Kauf- und Investitionsentscheidungen Energieeffizienz als zentrales Kriterium zu berücksichtigen?
Im Projekt "Effektivität und Effizienz von Interventionen" werden zielgruppen- und kontextspezifische Interventionsmaßnahmen zur Förderung energieeffizienten, zeitlich flexiblen Verhaltens in Haushalten entwickelt, die Effektivität von Maßnahmenvarianten unter Berücksichtigung von Langzeiteffekten evaluiert sowie deren Wirkungsmechanismen untersucht. Die Maßnahmen werden vor dem Hintergrund psychologischer und ökonomischer Handlungsmodelle und Ergebnissen von Interventionsstudien entwickelt und beziehen neue Möglichkeiten der zukünftigen Energieinfrastruktur wie Smart Meter in die Konzeption mit ein. Es wird außerdem auf Ergebnisse aus dem Projekt “Determinanten energierelevanter Entscheidungen und energierelevanten Verhaltens in Haushalten“ Bezug genommen.

Mehrere Teilprojekte sind geplant:
Zum einen sollen Webportalsvarianten entwickelt und evaluiert werden, die Smart Meter ergänzen und eine effiziente und zeitlich flexible Stromnutzung motivieren und optimal unterstützen. In zwei Studien steht eine handlungsorientierte Informationsgestaltung im Zentrum. In der ersten Studie soll die Wirksamkeit von gerätespezifischem, evaluativem Feedback in Kombination mit individuellen Handlungsempfehlungen untersucht werden. Die zweite Studie soll die Effektivität einer Informationsgestaltung testen, die den Nutzer von der Entwicklung eines Handlungsziels über die Handlungsplanung bis zur Durchführung begleitet.

Zum anderen sollen existierende monetäre Anreizprogramme im Bereich Energieeffizienz und intelligenter Haushaltsgeräte aus der Perspektive der Psychologie und Entscheidungsforschung (z.B. „prospect theory“) analysiert werden, Programmalternativen getestet und Empfehlungen für die Ausgestaltung von monetären Anreizprogrammen entwickelt werden.

Desweiteren werden zielgruppenspezifische Maßnahmen, die auf Mehrpersonenhaushalte mit Jugendlichen zugeschnitten sind und nachhaltige Veränderungen von Einstellungen und Verhalten zum Ziel haben, entwickelt. Dabei soll vor allem die Kooperation in der Familie und die Bedürfnisse der Jugendlichen in den Fokus gerückt werden.

Zuletzt wird in einem ökonomischen Feldexperiment untersucht, inwiefern Investitionsentscheidungen in Heizungsanlagen und Wärmedämmung von der Gestaltung der Information und Beratung durch Energieberater abhängig sind.