Externe Perspektiven und EU-Integration

  • Ansprechpartner:

    Yvonne Scholz, Projektleiterin

  • Projektgruppe:

    Yvonne Scholz, Nicolas Wölfing, Frieder Borggrefe, Dominik Schober, Oliver Woll

  • Partner:

    Institut für Technische Thermodynamik – Systemanalyse und Technikbewertung, DLR

    Umwelt- und Ressourcenökonomik, Umweltmanagement, ZEW

Grafik: Fragestellung schematisch dargestellt. Quelle: Scholz, Y., DLR 2012Im Energiekonzept der Bundesregierung wurden Ziele für die Struktur der Stromversorgung bis zum Jahr 2050 festgelegt, unter anderem der Ausstieg aus der Kernenergie bis zum Jahr 2022 und ein Anteil erneuerbarer Energien an der Bruttostromerzeugung von rund 80 % im Jahr 2050. In diesem Projekt sollen die Auswirkungen unterschiedlicher Entwicklungen in den anderen Mitgliedsstaaten der EU auf die Entwicklung der Marktintegration und des bilateralen Handels in Deutschland abgeschätzt werden. Dazu werden bestehende Szenarien zugrunde gelegt, die die Bandbreite der möglichen Entwicklungen in Europa widerspiegeln sollen. Zum einen wird dann ein Energiesystemmodell weiterentwickelt, so dass der Einsatz von Kraftwerken, Speichern und Übertragungskapazitäten und die Grenzkosten der Stromerzeugung in Deutschland und Europa im Verlauf eines Jahres detaillierter abgebildet werden können. Um von den Grenzkosten auf die Preisbildung schließen zu können, soll mithilfe von Vergangenheitsdaten der Zusammenhang ökonometrisch näher untersucht werden. Die Ergebnisse werden einerseits genutzt, um die Modellergebnisse zu überprüfen, andererseits um Aussagen zur Preisbildung im deutschen Strommarkt treffen zu können. Durch die Nutzung von Strukturdaten der Stromerzeugung (EE-Stromeinspeisung, Auslastung der Kuppelstellen falls möglich) in den ökonometrischen Modellen wird versucht, auch prospektiv die Preisbildung in einem veränderten Energiesystem abzuschätzen.