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Potential, Wirkung und Grenzen diskursiver Verfahren empirisch messen – am Beispiel einer online und präsenzvermittelten Öffentlichkeitsbeteiligung zur Energiewende
Doktorand: Oliver Scheel
Betreuer: Prof. Dr. Dr. h.c. Ortwin Renn
Starttermin: August 2012

Kurzdarstellung

Um das Ziel der Abschätzung und Bewertung der Potentiale beziehungsweise Grenzen von diskursiven Beteiligungsverfahren zu erreichen, wird zunächst muss ein strukturierter Überblick über die Vielfalt der Beteiligungskonzepte und Formate gemacht. Darauf folgend wird ein solches Format in der empirischen Praxis realisiert und im Ablauf wissenschaftlich evaluiert. Da die Aussagen über Potentialabschätzung von Bürger- und Öffentlichkeitsbeteiligung möglichst allgemeingültig sein sollen, wurde bei der Selektion des Beteiligungsprojekts eines gewählt, dass eine breite Palette unterschiedlicher Verfahren im selben Fallbeispiel realisiert. Danach erfolgt die Auswertung des gesamten Beteiligungsprozesses sowie aller davon tangierten gesellschaftlichen Gruppen sowie der vergleichen mit anderen Fallbeispielen.

Bei der Wahl des der Dissertation zugrundeliegenden Fallbeispiels wird die BEKO Öffentlichkeitsbeteiligung genutzt. Diese ist thematisch breit gefächert: Es geht um den Umgang mit dem Klimawandel und die Ausgestaltung der Energiewende in Baden-Württemberg. Dabei werden unterschiedliche Beteiligungsmethoden von Diskussionstischen für Bürger- und Verbändevertreter bis zu einer Webseite zur Online-Beteiligung parallel angeboten. Das gesamte Verfahren wird und durch Fragebögen quantitativ sowie durch Interviewserien qualitativ evaluiert. Neben den Teilnehmenden der Beteiligung werden auch Interviews mit Vertretern der Verwaltung und der Politik durchgeführt, deren Arbeit von den Ergebnissen der BEKO beeinflusst wird. Um die zeitliche Wirkung der Beteiligung auf all diese Gruppen zu erfassen werden alle Befragungen vor der BEKO durchgeführt und danach repliziert.

Die so beschriebene Wirkung der Beteiligung soll schließlich abstrahiert und zu einem Leitfaden führen, der als Hilfestellung für zukünftige Beteiligungsvorhaben dient.