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Theoretische Fundierung eines Portfolios partizipativer Verfahren bei großtechnischen Projekten am Beispiel der Energiewende (Arbeitstitel)
Doktorand/in: Regina Schröter
Betreuer: Prof. Dr. Dr. h.c. Ortwin Renn
Starttermin: Januar 2012

Kurzdarstellung

Die Transformation der Infrastruktur der Energieversorgung unter Aspekten nachhaltiger Entwicklung und eines beschleunigten Ausstiegs aus der Kernenergie stellt eine erhebliche Herausforderung dar. In Industrieländern wie Deutschland sind hohe Standards der Energieversorgung erreicht. Energie ist in ausreichendem Maße und nahezu jederzeit erhältlich. Gerade deshalb können Veränderungen im Bezug auf die Energieversorgung rasch zu gesellschaftlichen Kontroversen führen. In einer demokratischen Gesellschaft wie die der BRD erscheint es darum notwendig, die Bedürfnisse und Erwartungen der BürgerInnen bei der Transformation des Energiesystems, genau wie ökonomische und ökologische Rahmenbedingungen mit ins Kalkül zu ziehen.

An dieser Stelle spielt die Bürgerbeteiligung eine wichtige Rolle beim Umbau des Energieinfrastruktursystems. Durch partizipative Verfahren können wesentliche Werte und Interessensmuster in der Gesellschaft aufgedeckt, Konflikte offengelegt und einer Bearbeitung zugänglich gemacht werden. Kurz gesagt ist mit dem Einsatz derartiger Verfahren die Hoffnung verbunden, einerseits über den Einbezug verschiedener Gruppen und deren Wissen zu besseren sachlichen Lösungen zu kommen, andererseits aber auch mit politischen Entscheidungen auf mehr Akzeptanz in der Bevölkerung zu stoßen.

In diesem Zusammenhang sollen im Rahmen einer Dissertation die theoretischen Grundlagen erforscht werden, welche Verfahren im Zuge der Planungen von konkreten Infrastrukturmaßnahmen eine effiziente und faire Lösung versprechen. Ziel dabei ist eine hohe Passung zwischen den einzelnen Schritten der institutionellen Steuerung (Governance) und den partizipativen Verfahren zu erreichen.