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Umweltwissen als Determinante der intrinsischen Motivation zur eingeschränkten Stromnutzung
Dotorandin: Alexandra Kibbe
Betreuer: Prof. Dr. Florian G. Kaiser
Start: März 2013

Kurzdarstellung

Technologische Weiterentwicklungen zur Steigerung der Energieeffizienz von Technik, Verbraucheraufklärung zur effizienteren Nutzung von Technologie und auch detailliertes Verbrauchsfeedback führen häufig nicht zu den erhofften Einsparungen im Energieverbrauch. Die Möglichkeiten, die sich im Rahmen effizienterer Technologie bieten und Informationen über den effizienteren Gebrauch von Technologie bieten, werden -- so unsere These -- nur von Individuen genutzt, die bereits über eine hinreichende Motivation zum Umweltschutz verfügen. Folglich nehmen wir an, dass der sogenannte Rebound-Effekt bei Individuen mit hinreichender Umweltmotivation nicht auftritt.
Diese Thesen werden unter Anwendung des Campbell Paradigmas (Kaiser, Byrka, & Hartig 2010) untersucht, welches individuelles Verhalten als Funktion der Einstellung einer Person (hier intrinsische Motivation zum Umweltschutz) und der jeweils assoziierten Verhaltenskosten konzeptualisiert.
Zuerst wird die Bedeutung der intrinsischen Motivation für beobachtbares ökologisches Handeln (z.B. Energieverbrauch, Teilnahme an umweltrelevanten Studien) gezeigt. Zudem werden intrinsische (Umweltmotivation, Umweltwissen) und extrinsische (monetäre und soziale Anreize) Determinanten ökologischen Handelns untersucht. Im Rahmen einer Feldstudie werden die Einflüsse von Verbrauchsrückmeldung und Handlungswissen auf die Erhöhung der intrinsischen Motivation und die Verbrauchsreduktion getestet. Ergebnisse dieser Forschung sollen dazu beitragen dem Rebound-Effekt entgegen zu wirken.

Vortrag zum Thema "Warum fällt uns Veränderung so schwer?" bei derHeinrich-Böll-Stiftung Sachsen-Anhalt.